Home

Mit kreativer Kompetenz die Zukunft gestalten!

Wie bereiten wir Schulen und Lernende auf die Herausforderungen von morgen vor, von denen wir heute noch nicht wissen, dass es sie gibt? 

Umgang mit Komplexität
Der Schule wird oft vorgeworfen, dass sie die Lernenden von heute mit Methoden von gestern auf die Probleme von morgen vorbereitet. Die Ursache des Übels liegt wohl in der verbreiteten Angst, komplexe und unvorhersagbare Probleme anzupacken. Grob lassen sich zwei Typen von Problemstellungen unterscheiden: Komplizierte Probleme haben eine eindeutige Lösung, welche sich oft nach einem bestimmten Algorithmus finden lässt. Komplexe Probleme dagegen sind durch Lösungsvielfalt charakterisiert. Leider fokussiert die herkömmliche Schule zu sehr auf reines Fakten- oder Prozesswissen (‘knowing that‘, ‘knowing how‘), und es wird der Eindruck vermittelt, dass es zu jeder Frage im Leben eine richtige Antwort gibt. Lernende werden so konsequent auf die Vermeidung von Fehlern konditioniert. Der Umgang mit Komplexität bedingt jedoch Offenheit und Neugier für das Unbekannte sowie Kreativität und Vertrauen in die eigenen Problemlösefähigkeiten.  Diese Kompetenzen fördert man aber vor allem, wenn man den Glauben weckt, die Welt verändern zu können, wenn man gemeinsam in komplexe Herausforderungen eintaucht und wenn man die Lernenden dazu animiert, Fehler aktiv zu reflektieren und als Basis eines kontinuierlichen Lernprozesses zu sehen.

Design Thinking und Action Learning
Problemlösung ist ein Handwerk, das sich wie alle Handwerke auf Erfahrung stützt – auf praktisches Lernen. Die Herausforderung bei der didaktischen Konzeption liegt somit in der Umsetzung eines lernenden Praktizierens bzw. eines praktizierenden Lernens. Wie muss der Lernprozess organisiert sein, damit die Lernenden nicht mit einem vorgegebenen Lernpfad bevormundet, sondern zum selbstverantwortlichen Lernen angeleitet werden? Die Methoden des Action Learning (Lernen am realen Problem) verbunden mit Methoden des Design Thinking (kreative Lösungsentwicklung mit Betonung des kognitiven Prozesses) bilden hier eine ideale Grundlage.

Projekt d.action
Mit dem Projekt d.action (2015/16) haben wir unsere Kompetenzen und Erfahrungen im Bereich von Design Thinking und Action Learning weiterentwickelt und im Rahmen von Pilotprojekten in verschiedene Schulen transferiert. Begleitend haben wir methodisches Material zum Aufbau von kreativen Lernräumen und zur Moderation von aktiven Lernprozessen erarbeitet. So ist schliesslich eine Art didaktisches Handbuch entstanden. Der Transfer ist in Form von Weiterbildungen und Coachings für Lehrkräfte erfolgt. Dieses Angebot soll auch nach Abschluss des Projektes bestehen bleiben.

Das Projekt wurde freundlicherweise unterstützt durch die 5i Förderorganisation